|
Saisonausklang im Agrarmuseum
KOBROW - "Jetzt wird die
Sau geschlacht..." dröhnte am Sonnabend eine bekannte Weise
über das Gelände des Agrarmuseums in Kobrow. Zum
traditionellen Schlachtefest und Saisonabschluss strömten
die Massen zum Schauen, Kaufen und Kosten nach Kobrow. Die
Besucher konnten u.a. mit erleben, wie Frank Viek aus
Golchen mit seiner Mannschaft ein Schwein schlachtete. An
vielen der 14 Verkaufsstände bildeten sich lange Schlangen.
Sie sei sehr zufrieden mit
der Saison, erklärte Bärbel Adjinski, Geschäftsführerin des
in Kobrow ansässigen Fördervereins, der das Museum betreibt.
In diesem Jahr kamen rund 8000 Besucher auf das Areal des
Museumsdorfes. Das sei eine deutliche Steigerung. Vor allem
das einzigartige Kutschenmuseum zieht die Gäste an. 2000 bis
3000 Leute haben allein diese Schau besucht. Und die
interessante Ausstellung spreche sich auch immer mehr herum.
So reiste am Sonnabend extra eine Reisegruppe aus
Kühlungsborn an, um die Kutschen zu bewundern. Und die Gäste
suchten sich dafür auch einen Tag aus, an dem im Agrarmuseum
mit dem Schlachtefest etwas los ist.
|

Die Mannschaft von Frank Viek (M.) aus Golchen
schlachtete ein Schwein auf dem Gelände des
Agrarmuseums in Kobrow.
Michael Beitien/SVZ |
Das Agrarmuseum selbst wird
über den Winter geschlossen. Die Technik muss vor den
Witterungsunbilden geschützt werden. Bis es am ersten
Wochenende im April wieder heißt: Frühlingserwachen. Mit
dieser Veranstaltung wird nun auch schon traditionell
jeweils die neue Saison eingeleitet.
Bis dahin soll das Museum möglichst um ein neues
Ausstellungsstück reicher sein. Bernhard Aust aus Demen hat
ein Sägegatter gesponsert, das zuletzt in Borkow im Einsatz
war.
In der kalten Jahreszeit lohnt allerdings auch weiter ein
Besuch in Kobrow. Das Kutschenmuseum ist ganzjährig
geöffnet. Ebenso wie übrigens das Museumscafé.
Vorgesehen ist, das Kutschenmuseum noch zu erweitern,
bestätigte der Kobrower Bürgermeister Norbert Rethmann. Für
ihn ist das Sammeln von Kutschen zu einer Leidenschaft
geworden.
Mit der Entwicklung des Museumsdorfs könnten neue Jobs im
Ort entstehen, hofft Bärbel Adjinski.
SVZ /
5.11.2007 |