Traditionell ist das Schlachtefest im Museumsdorf Kobrow die letzte große Veranstaltung im Jahr. Nicht nur wegen des hervorragenden Wetters war dieser Samstag ein großer Erfolg. Ein buntes Programm mit Live-Musik, reichlich deftigen Essen und Trinken und natürlich der Vorführung des Hausschlachtens sorgten für unterhaltsame Stunden. Wir möchten es nicht versäumen uns an dieser Stelle bei unseren treuen Gästen zu bedanken und freuen uns jetzt schon auf das Veranstaltungsjahr 2009.

 

Die SVZ schrieb / 10.11.2008 / Traudel Leske


KOBROW - Bei herrlichstem Spätherbstwetter erlebten am Sonnabend rund 1000 Besucher auf dem Kobrower Museumsgelände das Schlachtefest. Es war bereits das dritte Mal, dass der Förderverein Sternberger Seenplatte e. V. dazu eingeladen hatte.

Doch diesmal war alles noch einen Kick besser als sonst. So jedenfalls die Meinung der meisten Besucher. 22 Händler aus der gesamten Region boten an ihren Ständen typische Bauernmarkt-Waren feil, wie sie zu einem zünftigen Schlachtefest gehören. Ob Wurstwaren, Frischfleisch, Brot- und Backwaren, Käsespezialitäten, Obst und Gemüse frisch vom Feld - es fehlte nichts. Erstmals dabei war ein Händler, der Ferkel zum Verkauf mitgebracht hatte.

Diese Vielfalt ist es auch, die Jahr für Jahr die Besucher in ihren Bann und nach Kobrow zieht. Uwe Antes, der singende Schlachtermeister aus Techentin bei Hagenow - das Original ist mit seiner legendären Buddelwurst und der Kartoffelwurst bereits Stammgast in Kobrow - brachte es auf den Punkt. Bekannt auch für seine tollen Sprüche, hatte er auch diesesmal wieder einen parat: "Lassen Sie sich nicht von Banken linken. Kommen Sie lieber nach Kobrow und kaufen hier Wurst und Schinken!"

Doch das, was der Veranstaltung den eigentlichen Namen gab, war natürlich die Schlachtung eines Schweins. Sau Rosalie, 115 Kilo schwer und aus einem Kobrower Stall stammend, war der Star des Tages. Nachdem ihr der "goldene Schuss" unter Ausschluss der Öffentlichkeit bereits verpasst worden war, wurde sie von mehreren Fleischern auf einer Trage und unter dem Geleit der vielen Besucher in den Rohbau der neuen Halle getragen und dort nach allen Regeln der früheren Fleischerkunst gesäubert, entborstet und geöffnet. Um danach erstmal ein paar Stunden auszuhängen und vom Tierarzt begutachtet zu werden.

Traudel Leske von der SVZ / wie immer, ganz dicht am Geschehen.

Vor dem "Abborsten" wird abgebrüht

Viele Zuschauer verfolgten die weitere Verarbeitung

 

 

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