Da wird das Schwein geschlach´

 Text: Traudel Leske (Schweriner Volkszeitung  08.November 2010)

Museumsdorf Kobrow hatte am Wochenende zum diesjährigen Schlachtefest eingeladen / Trotz Regens viel Betrieb

 

 

Kobrow  Am Wochenende hatte das Museumsdorf in Kobrow wieder zum Schlachtefest eingeladen. Und nachdem kurz nach der Eröffnung Moderator Harry Beyer das Zeichen „Sau tot!“ – diesmal war es allerdings ein 130-Kilo-Borch, ein männliches Jungtier – gegeben hatte, konnten die Besucher dem Fleischer Frank Viek aus Golchen und dessen Helfern wieder über die Schulter schauen und die weiteren Handgriffe verfolgen. Und so manchem kam sicher die Erinnerung an Zeiten, in denen er selbst Hausschlachtungen vorgenommen hatte.

Doch nicht nur das Schweineschlachten wurde gezeigt. Den auf dem Gelände hatte sich wieder einmal ein Bauernmarkt etabliert, auf dem man alles sehen, kaufen und auch probieren konnte, was zu einem richtigen Schlachtetag gehört. Dicht umlagert waren wieder die Stände, an denen es Schwein in allen Varianten zu kaufen gab.

Auch Wildschweinfleisch fehlte nicht. Daneben gab es Fischspezialitäten, Erbseneintopf u. v. a. Zum ersten Mal in Kobrow dabei war Cornelia Weiß aus Sukow, die mit einer umfangreichen Palette an Gewürzen und Kräutern aufwartete. Zutaten, die zum Schlachten einfach dazugehören. Die kleinen Gewürztütchen dufteten weithin und machten den Besuchern Appetit.

Metzgermeister Uwe Antes trieb wieder seine Späße rund um seine kreierte „Buddelwurst“. Auch die Sattlerei Kägebein aus Parchim – sie feiert im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen – war erstmals vertreten und bot Artikel für Haus, Hof und Garten an, wie man sie von einem richtigen Bauernhof her kennt.

Auch kulturell wurden die Besucher wieder verwöhnt, wie sie es von Kobrow gewöhnt sind. Auf der Bühne hatte sich diesmal eine Vier-Männer-Band etabliert. Ihr bezeichnender Name: LPG-Quartett. Was aber nichts mit der zu DDR-Zeiten üblichen Landwirtschaftsform zu tun hatte. Vielmehr weist das Wort LPG auf die Herkunft der Musiker hin: Lübz, Parchim und Goldberg. Sie hatten sich zu einer musikalischen LPG vom Typ IV (vier Mitglieder) zusammengeschlossen.

Das Ganze wurde von den „Danzdeerns ut de Lewitz“ abgerundet, die in ihren bäuerlichen Trachten und bunten Dirndln bekannte Mecklenburger Tänze aufführten.

Obwohl es am Sonnabend stundenlang geregnet hatte, fanden doch viele Besucher den Weg nach Kobrow.“Der Regen macht uns nichts aus“, meinte Maria Benglert aus Schwerin, die mit ihrer ganzen Familie hierher gekommen war. „Und wir sind nicht zum ersten Mal hier. Denn hier wird man lukullisch und auch kulturell verwöhnt. Kobrow ist einfach jederzeit weiterzuempfehlen.“    /   Traudel Leske SVZ


Das waren sie nun wieder ... die Aktionstage des Museumsdorfes Kobrow 2010. Wie gewohnt ist das Schlachtefest der Saisonausklang und wir blicken auf ein ereignisreiches und buntes Jahr zurück. An dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen, unseren zahlreichen Gästen für ihre Treue zu danken.

Das Team vom Museumsdorf Kobrow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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