Schlachtefest gewürzt mit Kultur

Text: Traudel Leske (Schweriner Volkszeitung 9.November 2009)

 

KOBROW - Jedes Jahr Anfang November ist im Museumsdorf in Kobrow Schlachtefest angesagt. Bei idealem Wetter erlebten Hunderte von  Be-suchern , wie sich das traditionelle Handwerk des Schweineschlachtens über die Jahre hinweg in privaten Bauernwirtschaften erhalten hat. So konnten die Besucher miterleben, wie es früher auf dem Lande üblich war, dass das für die Schlachtung vorgesehene Schwein in einem Koben angeliefert, geschlachtet, danach an einer Leiter zum Abhängen befestigt, zerteilt und anschließend fachgerecht zerlegt wurde. Doch vor dem letzten Schritt gab es noch die Pflicht-Fleischbeschau wegen möglichen Trichinenbefalls durch Tierärztin Ellen Heinrich aus Dabel.

Eröffnung des Schlachtefestes 2009 durch die Geschäftsführerin des "Fördervereins Sternberger Seenplatte e.V."

 

Schlachte-Ritual mit Golchener Fleischermeister Frank ViekEs war wie schon in den Jahren zuvor wieder Schlachtermeister Frank Viek aus Golchen, der mit seinen Gesellen bzw. Helfern das Schlachte-Ritual vornahm.

In alter Tradition wurde das Schwein geschlachtet und anschließend fachgerecht zerlegt.

Doch nicht nur um das Schlachten selbst drehte sich das Spektakel auf dem Museumshof. Es wurde "gewürzt" durch einige kulturelle Leckerbissen und viele interessante "Nebensächlichkeiten". So waren etliche Händler gekommen, die Schlachteartikel feilboten.

Ganz frisch vom Schlachthof, fast 14 Schweinehälften gingen über den Verkaufstresen.

Auch die Händler hatten alle Hände voll zu tun.

 

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