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Text: Traudel Leske (Schweriner Volkszeitung
19.Oktober.2009)
Am
Wochenende hieß es im Kobrower Museumsdorf zum
ersten Male "Horrido und Waidmannsheil!" Zu erleben
war alles, was zum jagdlichen Brauchtum dazugehört:
Geschichten um Wald, Wild und Forst, aber auch um
die Verantwortung der Jäger für die Natur. Auch eine
Portion Jägerlatein fehlte nicht. Allein was fehlte,
das waren diesmal die Besucher.

KOBROW
- Da hatten sich die "geistigen Dorfväter" der
Veranstaltungen im Museumsdorf in Kobrow alle Mühe
gegeben, ihren Besuchern einmal etwas Neues
anzubieten. Und schon machten ihnen Regen und Kälte
an diesem Wochenende beinahe einen Strich durch die
Rechnung. Doch diejenigen, die trotzdem ausharrten,
konnten am Abend einen persönlichen erlebnisreichen
Tag inklusive Quiz verbuchen. Und das auch dank
vieler Partner wie der Naturpark-Verwaltungen Warin
und Karow, dank der Hegeringe aus Dabel und
Sternberg, dank dem Landesjagdamt Damm und der
Forstämter Gädebehn und Sandhof.
Zur Eröffnung erklangen Jagdhörner
Und wie könnte es wohl anders gewesen sein: Den Tag rund um
die Jagd eröffneten die Dabeler
Hubertus-Jagdhornbläser. Und diese nicht allein,
denn auch andere Jagdhornbläser wie die Gruppen aus
Wamckow/Wendorf, aus Mustin und als jüngste Bläser
die "Mestliner Dachse" reihten sich später in den
jagdlich-musikalischen Rahmen ein.
Gleich nach der Eröffnung ging es Schlag auf Schlag
mit jagdlichen Höhepunkten weiter. Und hier stellten
sich zum Beispiel die Bogenschützen aus Groß
Niendorf vor. Die modernen Robin Hoods
demonstrierten gekonnt den Umgang mit Pfeil und
Bogen als einem der ältesten jagdlichen Brauchtümer.
Was den Haus-und-Hof-Moderator und DJ des Tages,
Harry Beyer, nicht davon abhielt, auch selbst einmal
zu diesen Jagdwaffen zu greifen. Auch die
Armbrustschützen der Brüeler Schützengilde von 1425
e. V. zeigten ihr Können.
Und wenn von jagdlichem Brauchtum die Rede ist, dürfen auch
die beiden Falkner Reinhard Eggert aus Zapel bei
Crivitz und Kurt Schulz aus Grevesmühlen nicht
unerwähnt bleiben. Sie waren mit ihren Wanderfalken
angereist und wollten darauf aufmerksam machen, dass
auch heutzutage die Falknerei wie vor Hunderten von
Jahren noch ausgeübt wird. "Natürlich nur auf
Beutetiere, die gejagt werden dürfen. Geschlagen
wird nur Luftwild", so Kurt Schulz.
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