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Kobrow kochte über
Bereits zum dritten Male in Folge hieß es am Sonnabend im
Kobrower Museumsdorf "Kobrow kocht über". Und die Kobrower
und deren rund 500 Gäste kochten über - obwohl alles in dem
Topf blieb, in den es auch hinein sollte.
Das Kochspektakel,
veranstaltet vom Förderverein "Sternberger Seenplatte" e. V.
und vom Agrarmuseum Kobrow II, war wieder Teil der
jährlichen Aktionstage, die sowohl für Einheimische als auch
für Urlauber und Gäste gedacht sind. Eine Aktion, die das
Ziel hat, Interessantes, typisch Mecklenburgisches mit
Leuten aus der Region zu machen, aber vor allem für den
heimischen Tourismus zu werben. Das erzählte Wolfgang Cords,
Mitorganisator des Festes.

Fotos: SVZ
Auch diesmal hatten sich die Veranstalter wieder etwas
Besonderes einfallen lassen. Waren es im vergangenen Jahr
die einzelnen Parteien, die ihre Köche ins "Koch-Rennen"
geschickt hatten, so war es diesmal ein Fernsehkoch, Ralf
Schröder vom NDR-Nordmagazin, der eine Mecklenburger
Kochshow abzog und auf der Bühne die Pfannen und Töpfe zum
"Überlaufen" brachte.
Er wurde dabei tatkräftig von Frauen
einzelner Vereine unterstützt, die ihm über die Schulter und
in die Töpfe schauten und gute Zuarbeit leisteten. Wie zum
Beispiel Angelika Hasselbrink vom Landfrauenverein Parchim,
Gretel Dellin von der Witziner Dörpschaft oder Irmgard
Klockmann von den "Stirnbarger Drönbüdels". Und das, was da
in die Töpfe kam, waren Produkte aus der Region: ein
fangfrischer Riesenhecht von Fischermeister Rettig aus
Sternberg und ein Mecklenburger Kloppschinken vom Dabeler
Fleischermeister Dieter Krüger. Aus diesen Zutaten zauberte
der Wismarer Koch ein leckeres Menü, bestehend aus Vorsuppe,
Vorgericht, Hauptgericht und "himmlischer Nachspeise". Was
sich in der Speisekarte dann so las: Gebeizter Fisch aus dem
Sternberger See mit Holunderblütensenf, Kobrower Fischsuppe
"Man un Fru", Mecklenburger Kloppschinken mit
Schnippelbohnen und Mecklenburger Götterspeise.
Doch das Gesamtmenü von "Kobrow kocht über" bot auch viele
Zwischen-Snacks nicht nur für den kleinen Hunger. Auftritte
der Wariner Plattsnacker, der Stirnbarger "Drönbüdels, der
Witziner Dörpschaft, der Parchimer Landfrauen sowie von
Lotti Jenßen von der Pingelhofer Späldäl, die mit viel
plattdütschem Humor durchs Programm führte, gaben ihm die
notwendige kulturelle Würze. Und nicht zuletzt trug ein
traditioneller Mecklenburger Bauernmarkt, den Händler aus
der Region gestalteten, zum guten Gelingen bei. Da gab es
Honig, Wildfleisch, Kräuter und Gewürze, Räucherfisch,
frisches Brot aus dem Lehmbackofen, Keramik, Kochbücher u.
a. Musikalisch würzte wie immer DJ Harry das Menü. Resümee
von Familie Albrecht aus Frauenmark: "Es war wieder mal
toll! Wir kommen auf jeden Fall wieder."
SVZ /
1.07.2007
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